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Wenn Whiskey auf Fleisch trifft – Malt meets Meat

Ardbeg-Commitee AbfüllungEs ist wohl ein Zeichen für Erfolg, wenn man in den Kreis der Blogger aufsteigt, die von Unternehmen wirklich ernst genommen werden. In meinem Fall äußert sich das neuerdings immer öfters dadurch, dass ich wirklich seriöse Angebote für Linktäusche oder Werbeschaltungen erhalte, die ich allerdings fast ebenso regelmäßig ausschlage. Mein größter Blog ist ja Der München Blog und der bleibt werbefrei, da ich ihn im Kundenauftrag betreibe. Nun kam es allerdings zum ersten mal dazu, dass ich aus der virtuellen Welt ins reale Leben eingeladen wurde und darüber möchte ich euch, natürlich auch als Dank an den Veranstalter, berichten.

Es war Anfang Juli, da landete auf einmal ein Umschlag in der Post. Natürlich ist es nicht so, dass das was Besonderes wäre, ein Brief im dafür vorgesehenen Briefkasten, aber dieser Umschlag erweckt wirklich schlagartig meine Aufmerksamkeit. Er war schwarz. Mattschwarz. Die Adresse war mit goldenem Stift von Hand geschrieben. Der Inhalt war noch deutlich vielverheißender. Nach dem Aufreißen erwartete mich eine aufwendige Einladungskarte zur Veranstaltung Malt meets Meat. Auf der Rückseite klebte übrigens eine Tüte mit Grillkräutern. Ich habe es noch nicht getestet, aber laut Anweisung streut man die auf die Glut unter dem Fleiß um diesem noch mehr Geschmack zu verleihen.

Wie erwähnt, die Veranstaltung hieß Malt meets Meat und auf der Einladungskarte wurde schon sehr deutlich, worum es gehen sollte. Glenmorangie und Ardberg laden ein zur Whiskyverkostung. Gestattet mir die Anmerkung, ich bin kein Whiskyexperte, wenn ich also den Unterschied zwischen Malt und Whisky durcheinander bringe und die Wörter hier synonym verwende, verzeiht es mir…
Bei der Veranstaltung sollten anwesend sein Andy Schinharl, leitender Küchenchef vom Käfer Partyservice und Dr. Bill Lumsden, Head of Whisky Distilling und Whisky Creation bei Glenmorangie Company.

Wie es sich für so eine Veranstaltung gehört, durfte man natürlich +1 erscheinen und so habe ich die Einladung dann auch ausgefüllt. Es mangelte natürlich nicht an Interessenten, gleich zwei haben mir allerdings am Veranstaltungstag abgesagt. Letzten Endes habe ich natürlich noch jemand gefunden, die ausführliche Geschichte erspare ich euch, darum geht es ja nicht.

Da ich, wie gesagt, kein Whiskykenner bin und eigentlich kaum Alkohol trinke, war ich schon gespannt, was mich erwartet und entgegen meiner Gewohnheit nüchtern zu bleiben und Auto zu fahren, nahm ich vorsichtshalber mal die U-Bahn um in Dr. Bill’s Grill in der Thalkirchner Strasse zu kommen. Das kleine Loft befindet sich im Hinterhof und wäre eigentlich recht schwer zu finden, wäre da nicht der Dudelsackspieler (natürlich im Kilt) gewesen, der uns den Weg gewiesen hat. Das Loft an sich war schon ein Highlight. Es machte den Eindruck einer alten industriellen Produktionsstätte. Mitten in Thalkirchen zwischen den Wohnhäusern.

Der Empfang war schon umwerfend. Bis zum Beginn der eigentlichen Veranstaltung wurde Whisky on the Rocks, Wasser mit einem Schuss Holunder und “normales” Wasser gereicht. Das Auge fürs Detail verriet schon, wie umwerfend die Veranstaltung werden sollte, in jedem Wasserglas schwammen genau drei Johannisbeeren. Während wir warteten und uns unterhielten wurden mit kleinen Häppchen auf die kulinarischen Exzesse des Abends vorbereitet. Wollschweinschinken, Angustatar und Roast Beef sprechen wohl für sich 😉

Zur Begrüßung durch den Veranstalter Moet Henessy ging es vom Garten ins Loft. Dort sprachen Bill und Andy zu uns und bereiteten uns daraf vor was kommen sollte. Direkt im Anschluss fand die erste Whiskyprobe statt. Zur Verkostung stand Glenmorangie Signet. Es war, wie umschreibe ich das…. einfach umwerfend trifft es wohl am besten. Bisher war das, was ich an Whisky namentlich kannte eher auf der Stufe von Jack Danies & Co., was mich noch nie sonderlich vom Hocker gerissen hat. Der Glenmorangie allerdings war anders. Deutlich vielfältiger im Geschmack, angenehmer im Abgang und hinterlies einen länger anhaltenden, angenehmen Geschmack im Mund. Direkt mal ein Alkoholika, an dessen Geschmack ich mich gewöhnen könnte.

Andy von Käfer erklärte uns, welche Sorten Fleisch er grillen würde, es fielen schon sehr schöne Namen und Beschreibungen, die ich aus dem Kopf allerdings nicht mehr richtig wiedergeben könnte. So ging es ab nach draußen, Platz auf der Bierbank reserviert und Anstehen am Grill. Besonders in Erinerung geblieben ist mir das Amerikanische T-Bone, welches so weich war, dass ich das Gefühl hatte, es mit der Zunge am Gaumen zerdrücken zu können.

Wie es sich für einen gelungenen Spannungsbogen bei einer Veranstaltung gehört, kam das Beste natürlich noch. Die Verkostung des Ardberg Alligator stand an. Diese Bezeichnung stammt von der besonderen Behandlung der Fässer, in denen diese Sorte reift. Die fühlen sich nämlich an, wie die Haut eines Alligators. Um das zu testen wurde tatsächlich ein echter (!!) Alligator bereit gestellt, welchen man während der Probe auch kurz anfassen durfte.

Der Ardberg Alligator ist eine spezielle Ardbeg-Commitee Abfüllung, die nur Online und ab September bei ausgewählten Händlern in sieben Ländern (darunter Deutschland) weltweit erhältlich sein wird. Mit über 50% ist der Alligator ein wenig schwerer zu trinken und etwas torfig. Auch sehr gut, mir zwar etwas zu schwer, aber der September ist schon im Kalender markiert um eine Flasche dieser Seltenheit zu erstehen.

Zum Abschluss gab es dann noch Eis mit Früchten, heiße Brownies und Bayerische Cremé, was den Abend wirklich gelungen abrundete.

Beim Verlassen der Veranstaltung konnten wir feststellen, das wirklich an alles gedacht war. Selbst das stille Örtchen war äußerst ExKlosiv. Die Schreibweise ist natürlich bewusst gewählt. Dabei handelt es sich um den Firmennamen eines Anbieters für Luxus-Toilettenwägen. Den Geschäftsführer Stefan Necker kannte ich schon, das Vergnügen seine Produkte zu testen hatte ich zum ersten mal und ich war auch hiervon begeistert.

Nach Hause ging es dann nicht, wie geplant, mit der U-Bahn sondern im Fond einer Limousine, welche vom Veranstalter bereit gestellt wurde. Danke hierfür. Das war wirklich das Tüpfelchen auf dem i.

Es bleibt mir nichts Anderes als Moet Henessy zu danken, für so einen gelungenen Abend. Angebracht ist allerdings die Beschwerde, dass ich, nachdem ich nun wirklich Whisky von guter Qualität kennen gelernt habe, wohl doch mal ein paar Euro mehr in einen guten Tropfen investieren werde um wieder einmal den Geschmack am Gaumen zu erleben und an diesen gelungenen Abend zurück zu denken.

Grüße,
Josef

Eindrücke vom Event:

Malt Meets Meat

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